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Internet Management

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Hauptseminar „Neue Konzepte für das Management komplexer vernetzter Systeme“ WS 00/01, Prof. Dr. Heinz-Gerd Hegering Internet Management Alexander Hersonski (hersonsk@in.tum.de) 19 PDU-Type kennzeichnet die Operation. request-id dient zur eindeutigen Kennzeichnung eines Requests. error-status   wird   verwendet,   um   dem   Manager   bei   der   Ausführung   des   Requests   entstandene   Fehler mitzuteilen.  Einige  Fehlerzustände  sind  standardisiert:  noError,  tooBig,  noSuchName,  badValue,  readOnly, genErr. error-index wird im Fehlerfall dazu benutzt, die hierfür verantwortliche Variable anzugeben. variable-binding ist eine Folge von Paaren, bestehend aus Variablenname und -wert.   Die Trap-PDU hat folgenden Aufbau: PDU-Type kennzeichnet die Operation. enterprise enthält den Identifikator des auslösenden Objekts. agent-addr beschreibt die Netzadresse des SNMP-Agenten. generic-trap liefert eine grobe Einordnung (s.o.: coldstart, ...). specific-trap erlaubt eine weitere (herstellerspezifische) Klassifizierung vom Typ enterpriseSpecific. Die bereits in der ersten Version definierten Protokoll Operationen Get, GetNext, Set und Trap sind auch in der zweiten Version Bestandteile des Kommunikationsmodells. Der Hauptkritikpunkt aber am Kommunikationsmodell von SNMPv1 war die große Ineffizienz beim Transport größerer Datenmengen. Wollte z.B.  ein  Manager  den  ganzen  Inhalt  einer  Tabelle  auslesen,  dann  müßte  er  für  jedes  Tabellenelement  eine GetNextRequest-PDU  schicken  und  würde dieses Element in einer eigenenGetResponse-PDU erhalten. Dieses Vorgehen führte zu einer starken Belastung des Netzes durch das Netzmanagement. Im SNMPv2 wurde dieser Mangel durch die Einführung einer neuen Operation GetBulk beseitigt (4.3). Weiterhin sollte es möglich sein, bestehende SNMPv1 Implementierungen zu integrieren. Um dies zu erreichen wird  das  schon  aus  SNMPv1  bekannte  Konzept  des  Proxy-Agenten  verwendet.  Ein  Proxy-Agent  übernimmt hierbei die Rolle eines Vermittlers zwischen einer SNMPv1 und v2 Entity. 4.2.1 Sicherheit Der Sicherheitsaspekt wird in SNMPv1 nur sehr spärlich behandelt. Eine SNMP Message enthält neben der PDU noch  eine  Versionsnummer  und  einen  Community  String.  Dieser  ist  eine  Art  Paßwort,  der  im  Agenten konfiguriert wird und beim Eintreffen einer Message auf Gleichheit überprüft wird. Nur bei Übereinstimmung wird ein Request bearbeitet. Allerdings wird dieser Community String nicht verschlüsselt übermittelt. Diese Form der Authentifizierung heißt Trivial Authentification Algorithm. Nicht-authorisierte Personen können also  durch  Abhören  des  Netzverkehrs  die  Community  Strings  ermitteln,  SNMP  Messages  wiederholen  oder verfälschen oder deren Inhalte bekanntgeben. Das hat zur Folge, daß SNMP heute weniger zur Steuerung denn zur Überwachung eingesetzt wird. 4.2.2 Schwachen von SNMPv1 SNMPv1   ist,   wie   schon   weiter   oben   gesagt,  das  im  Datenkommunikationsumfeld  dominant  eingesetzte Managementprotokoll.   Es   ist   selbst   in   relativ   einfachen   Ressourcen   implementierbar.   Sehr   viele   Geräte unterstützen SNMP, zumindest im Rahmen von MIB II ist Interoperabilität garantiert. Es existieren eine Reihe von Managementanwendungen, und SNMP hat sich in vielen Einatzumgebungen bewährt. Dennoch gibt es eine Reihe von Nachteilen bzw. Beschränkungen, die bereits relativ bald erkannt wurden: SNMPv1   kennt   nur   ein   schwaches   Sicherheitskonzept.   Community   Strings   sind   unverschlüsselt übertragene Paßwörter. SNMPv1 unterstützt nicht die Übertragung größerer Management-Datenmengen SNMPv1  unterstützt  nur  ein  Polling-Schema,  wobei  das  Polling  immer  vom  Manager  ausgeht.  Der Agent   kann   aber   indirekt   durch   Traps   das   Polling   auslösen   (trap   directed   polling).   Alle Managementinformationen müssen explizit vom Manager angefordert werden. SNMPv1  gestattet  nur  eine  primitive  Unterstützung  asynchroner  Ereignisse.  Es  gibt  nur  wenige,  fest und global definierte Traps. Der Trap-Mechanismus funktioniert nur für vorher festgelegte Ereignisse. Zusatz-Managementinformationen für Traps sind nicht  spezifiziert.
  
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